Co-Living an der Zwinglistrasse 27
Innenverdichtung an der Zwinglistrasse: Im Sockelgeschoss eines Mehrfamilienhauses entstand eine Wohngemeinschaft für sechs Studierende. Ein gemeinsamer Aufenthaltsraum, Küche und Gartensitzplatz ergänzen die modernisierten Zimmer mit Blick auf die Stadt.
Das Mehrfamilienhaus, erbaut im Jahre 1933, befindet sich am unteren Rosenberghang in einer von Stadtvillen umgebenen Wohnlage. In den Sommermonaten 2024 entstand im Sockelgeschoss dieses Hauses eine Wohngemeinschaft. Die vorhandene Substanz bot die Möglichkeit, 6 Studentenzimmer mit geteiltem Badezimmer, einen Aufenthaltsraum mit Küche sowie einen Gartensitzplatz zu konzipieren.
Die Fensteröffnungen entlang der Südfassade wurden vergrössert und bieten einen grosszügigen Ausblick auf die St.Galler Stadtbausteine. Stahltreppen nehmen einen neuen, direkten Dialog zum Freien auf. Der Aufenthaltsraum wurde in seinen ursprünglichen Formen und Farben belassen, während die Küche an die Vorbilder der frühen Moderne erinnert. Die Architektur des offenen Gemeinschaftsbadezimmers verfolgt einen schlichten, funktionalen Ansatz mit allen grundlegenden Elementen, die repetitiv in Erscheinung treten. Der interne Korridor-als Pendant zum promenadenartigen Gehweg vor dem Haus- fungiert als Vermittler aller Räumlichkeiten dieses Geschosses und ist bereits während der Umbauarbeiten ein Ort der Begegnung En passant. Begleitet wird diese Rue Interieur von Kugelleuchten, die die Anreihung der Schlafzimmerzugänge widerspiegeln. Die Grundstruktur der sechs Schlafzimmer mit 9.3 m2 wurde zeitgemäss ausgebaut: Ein wandmontiertes, modulares Möbelsystem, Sichtestrich und ein Glattputz, dessen Oberflächen die einfallenden Licht-und Farbspiele reflektieren. Die Anordnung der vertikalen Heizkörper ermöglicht eine etwaige zukünftige Umnutzung. Unter den gebrauchten Einrichtungsgegenständen befindet sich eine seltene Stuhlreihe vom schweizerischen Industriedesigner Hannes Wettstein. Heiz-, Elektro- und Lüftungsrohre wurden bewusst offen geführt und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Räumlichkeiten. Hier und da präsentieren sich Fragmente aus der Entstehungszeit.
Eckdaten
Charakteristik