Das grösste St. Galler Architekt*innenprojekt: Gemeinsam statt Futterneid
26. Oktober 2023

Das grösste St. Galler Architekt*innenprojekt: Gemeinsam statt Futterneid

Zehn St. Galler Architekturbüros haben sich zu einem besonderen Gemeinschaftsprojekt zusammengeschlossen. Ein weisser Bierharass wurde dabei zur Einladung, zum verbindenden Zeichen und zur Aufgabe: Jedes teilnehmende Büro organisierte einen Teil des Projekts, entwickelte die Einladung weiter und entschied, wo der Harass als Nächstes Station macht.

Architektur entsteht selten allein. Sie lebt vom Austausch, von unterschiedlichen Perspektiven und von der Bereitschaft, Wissen zu teilen. Mit dem Projekt «Grösstes St. Galler Architekt*innenprojekt» wollten zehn lokale Architekturbüros den Gemeinschaftsgedanken in der Branche wieder stärker ins Zentrum rücken.

Die Idee dazu war so einfach wie wirkungsvoll: Ein weisser Harass Bier wurde als offizielle Einladung von Büro zu Büro weitergegeben. Wer ihn erhielt, war eingeladen, Teil des Projekts zu werden – und übernahm gleichzeitig eine Aufgabe. Jedes Büro bestimmte, wo der Harass als Nächstes landet und wie sich die Einladung weiterentwickelt.

So wurde aus einem einzelnen Bierharass eine fortlaufende Initiative, die Verbindungen schafft und den Dialog unter den St. Galler Architekturschaffenden fördert. Der Harass stand dabei sinnbildlich für eine Haltung, die in der Architekturbranche manchmal verloren geht: Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken, Wissenstransfer statt Futterneid und gemeinsames Engagement für eine bessere Baukultur.

Das Projekt brachte Büros zusammen, die im Alltag oft an unterschiedlichen Aufgaben und Projekten arbeiten. Durch die gemeinsame Organisation entstand ein unkomplizierter Rahmen für Begegnungen, Gespräche und neue Kontakte. Gleichzeitig machte die Aktion sichtbar, wie viel Potenzial in einer stärkeren Vernetzung der lokalen Architekturbranche liegt.

Am 26. Oktober 2023 um 18 Uhr erreichte das Projekt seinen Höhepunkt. An diesem Abend kamen die beteiligten Architekt*innen zum bisher grössten Zusammentreffen von St. Galler Architekturschaffenden zusammen. Der Anlass bildete den Abschluss einer Reise, die mit einem weissen Harass begonnen hatte – und hoffentlich über den Abend hinaus Wirkung entfalten wird.

Denn gute Architektur entsteht nicht nur am Zeichnungstisch. Sie entsteht auch im Austausch, im gemeinsamen Nachdenken und in der Bereitschaft, Verantwortung für das gebaute Umfeld zu übernehmen. Das «Grösste St. Galler Architekt*innenprojekt» setzte dafür ein unkompliziertes, sichtbares und geselliges Zeichen.

Mehr über die Initiative und das entstandene Netzwerk erfahren Sie im Artikel des St. Galler Tagblatts.

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